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Software

Was eine App-Entwicklung kostet und welche Posten im Angebot fehlen

4 Min LesezeitRedaktion Dögel GmbH

Die Entwicklung ist die Anzahlung, der Betrieb ist der Preis. Wer die Kosten einer App-Entwicklung wissen will, bekommt selten eine Zahl und meistens eine Rückfrage. Der Grund dafür ist berechtigt, denn vier Größen entscheiden über den Aufwand, und drei davon stehen im ersten Gespräch noch nicht fest.

Die vier Kostentreiber einer App

  • Funktionsumfang. Den Aufwand bestimmen die Regeln hinter den Bildschirmen. Eine Liste anzeigen ist billig, eine Freigabe mit Vertretungsregelung ist es nicht.

  • Anbindung. Sobald die App Daten aus Ihrem ERP, CRM oder von einer Maschine braucht, ist die Schnittstelle oft aufwendiger als die App selbst.

  • Plattformen. iOS, Android und Browser kosten jeweils eigenen Aufwand, wenn nativ entwickelt wird.

  • Offlinefähigkeit. Eine App, die ohne Netz funktionieren und später abgleichen muss, ist deutlich anspruchsvoller. Für den Einsatz in Hallen, Kellern oder im Außendienst ist sie aber oft unverzichtbar.

Native App oder Web-App

Die native Entwicklung je Betriebssystem liefert die beste Leistung und den vollen Zugriff auf Gerätefunktionen, verdoppelt bei zwei Plattformen aber den Aufwand. Die plattformübergreifende Entwicklung erzeugt aus einer Codebasis Apps für iOS und Android und ist der Standardweg für die meisten betrieblichen Anwendungen. Eine Web-App läuft im Browser, braucht keinen Store und lässt sich jederzeit aktualisieren. Solange Kamera, Standort und Offlinebetrieb keine Rolle spielen, ist sie für viele interne Anwendungen die günstigste und schnellste Lösung. Die häufigste Fehlentscheidung ist eine native App für einen Anwendungsfall, den eine Web-App gelöst hätte.

Die Posten, die im Angebot fehlen

Zuerst das Backend, denn eine App ohne Server ist ein Taschenrechner. Datenhaltung, Benutzerverwaltung und Schnittstellen sind eigene Arbeit und werden im Angebot manchmal stillschweigend vorausgesetzt. Dazu kommen Entwicklerkonten, die Prüfprozesse der Stores und die Datenschutzangaben für die Veröffentlichung. Das ist kein großer Posten, aber ein sicherer. Auch die jährlichen Hauptversionen von iOS und Android gehören in die Rechnung, denn eine App, die nicht angepasst wird, funktioniert nach zwei bis drei Jahren nicht mehr zuverlässig. Bei Anwendungen für Kunden oder die Öffentlichkeit kommt die Barrierefreiheit als eigener Arbeitsschritt hinzu.

An dieser Stelle platzen die Budgets. Software altert anders als eine Maschine, nämlich durch ihre Umgebung, also durch neue Betriebssystemversionen, neue Geräte und geänderte Schnittstellen bei angebundenen Systemen. Rechnen Sie deshalb mit einem jährlichen Anteil für Pflege, unabhängig von neuen Funktionen. Wer nur die Entwicklung budgetiert, hat die App bezahlt und nicht ihren Betrieb. Wie eine vollständige Rechnung aussieht, steht im Beitrag Total Cost of Ownership berechnen.

Wie Sie Angebote vergleichbar machen

Drei Vorgaben in der Anfrage genügen, damit die Angebote vergleichbar werden:

  • Denselben Zeitraum für die Gesamtkosten, üblich sind drei oder fünf Jahre.

  • Backend, Veröffentlichung und jährliche Pflege ausdrücklich als eigene Positionen.

  • Eine Liste der Anwendungsfälle statt einer Liste der Funktionen. Anbieter, die Funktionen zählen, rechnen anders als Anbieter, die Abläufe verstehen.

Was in eine solche Beschreibung gehört, steht im Beitrag Use Case beschreiben.

App entwickeln lassen als Teil der Digitalisierungsstrategie

In der Digitalisierungspyramide der Dögel GmbH gehört eine App zur Stufe 2, dem vernetzten Betrieb. Sie ist eine Bedienoberfläche für Daten, die darunter liegen müssen. Daraus folgt eine unangenehme Reihenfolge, denn eine App auf uneinheitlichen Stammdaten macht das Problem sichtbarer und nicht kleiner. Mehr dazu im Beitrag Was ist Digital Operational Excellence?

Für den Start eines App-Projekts reichen drei Schritte.

1. Drei Anwendungsfälle aufschreiben. Wer, wann, wo und mit welchem Ergebnis. Für die erste Fassung bleibt es bei drei.

2. Offline- und Gerätefragen klären. Klären Sie, ob am Einsatzort Netz verfügbar ist und ob die Kamera gebraucht wird. Diese beiden Antworten entscheiden über die Plattformwahl und damit über den Preis.

3. Pflegebudget festlegen. Ein Jahresbetrag, bevor die Entwicklung beginnt.

Die Dögel GmbH entwickelt Apps, Individualsoftware und Weblösungen und klärt vorab, ob es überhaupt eine App sein muss. Mehr zum Verfahren steht auf unserer Seite zu Digital Operational Excellence.

Sprechen Sie uns an. Auch das gehört zur Beratung: Wir sagen Ihnen, wenn eine Web-Anwendung Ihre Aufgabe günstiger löst als eine App.

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