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Grundlagen

Was ist Digital Operational Excellence?

3 Min LesezeitRedaktion Dögel GmbH

DOpE steht für Digital Operational Excellence. Der Begriff sagt aus sich heraus wenig, und das ist der Grund für diesen Beitrag: Was dahintersteht, ist keine Technologie, sondern eine Arbeitsweise. Die Kurzfassung steht im Glossar, die ausführliche hier.

Der Unterschied liegt im Zeitbegriff

Ein Digitalisierungsprojekt hat einen Anfang, ein Budget und ein Ende. Danach steht ein Ergebnis, und dieses Ergebnis beginnt zu veralten. Digital Operational Excellence dreht das um: Nicht das Einführen ist die Leistung, sondern das fortlaufende Verbessern. Monat für Monat, Jahr für Jahr.

„Wer heute nicht kontinuierlich digitalisiert, existiert morgen nicht.“

Daraus folgt eine unbequeme Konsequenz für die Planung: Es gibt keinen Zustand, in dem man fertig ist. Was es gibt, ist ein Verfahren, das nicht abreißt, und genau dafür haben wir einen eigenen, standardisierten Prozess entwickelt.

Die vier Stufen der Pyramide

Digitale Exzellenz entsteht nicht durch zufällige Projekte. Jede Stufe baut auf der vorherigen auf und schafft die Grundlage für die nächste:

  • Digitale Grundlage. Prozesse überhaupt erst digital abbilden.

  • Systemintegration und Automatisierung. Systeme verbinden und Abläufe automatisieren.

  • Intelligente Prozesssteuerung. Künstliche Intelligenz und Entscheidungsunterstützung.

  • Humanoide Robotik. Die physische Ausführung.

Die Einordnung dazu ist der wichtigste Satz des ganzen Modells: Die meisten Unternehmen mit gewachsenen Strukturen befinden sich auf Stufe 1 bis 2. Ohne solide Grundlage scheitern KI-Projekte und Automatisierungen, nicht weil die Technologie versagt, sondern weil die Basis fehlt.

Das erklärt einen Befund, der sonst rätselhaft bleibt: Zwei Unternehmen führen dasselbe Werkzeug ein, und bei einem funktioniert es. Der Unterschied liegt nicht am Werkzeug, sondern an der Stufe darunter.

Die vier Phasen im laufenden Betrieb

Die Stufen beschreiben, wo ein Unternehmen steht. Die Phasen beschreiben, wie gearbeitet wird. Jede benennt einen Schmerzpunkt und ein Ergebnis:

  • Analyse und Strategie. Gegen unklare Prioritäten und mangelnde Übersicht über Schwachstellen. Ergebnis: eine Problem-Landkarte und ein priorisierter Fahrplan.

  • Umsetzung und Optimierung. Gegen umständliche manuelle Abläufe und Kosten durch nicht wertschöpfende Tätigkeiten. Ergebnis: automatisierte Prozesse, vernetzte Systeme, messbare Kennzahlen.

  • Ausweitung und Befähigung. Gegen Widerstand und fehlendes internes Wissen. Ergebnis: ein internes Kompetenzzentrum, Schulungen, einheitliche Standards.

  • Fortlaufende Innovation. Gegen die Gefahr, von neuen Wettbewerbern überholt zu werden. Ergebnis: laufende Beobachtung von Potenzialen und Technologietrends.

Auffällig ist, dass keine dieser Phasen eine Technologie nennt. Sie nennen Zustände. Welches Werkzeug den Zustand herstellt, ist die Folgefrage und nicht die erste.

Was dabei jeden Monat sichtbar wird

Ein fortlaufender Prozess hat das Problem, dass sein Fortschritt schwer zu sehen ist. Ein Projekt hat einen Abschlussbericht, ein Betrieb hat keinen. Deshalb gehören zum Verfahren vier feste Ergebnisse:

  • DOpE Scorecard, monatlich. Fortschritt, umgesetzte Maßnahmen und Wirtschaftlichkeit auf einem Blatt.

  • Aufgaben-Katalog, laufend. Ein lebendiges Verzeichnis aller Maßnahmen, nach Wirtschaftlichkeit sortiert.

  • Quartals-Gespräch. Strategischer Abgleich und Neupriorisierung des Fahrplans.

  • Wissensdatenbank, laufend. Zentrale Dokumentation aller Abläufe, Entscheidungen und Standards.

Der letzte Punkt wird regelmäßig unterschätzt. Eine dokumentierte Entscheidung ist der Unterschied zwischen einem Betrieb, der eine Verbesserung behält, und einem, der sie beim nächsten Personalwechsel wieder verliert.

Was wir damit nicht verkaufen

Wir verkaufen kein Projekt, das bei Abschluss bereits veraltet ist. Wir verkaufen eine strategische Partnerschaft für kontinuierliche Anpassungsfähigkeit. Der DOpE-Industriestandard macht aus der IT eine treibende Kraft für Wachstum statt einer reaktiven Kostenstelle.

Die Frage, die dahinter immer dieselbe bleibt

Über alle Stufen und alle Phasen hinweg läuft eine einzige Leitfrage mit: Muss das noch ein Mensch machen? Sie ist nicht rhetorisch gemeint. Bei vielen Tätigkeiten lautet die Antwort ja, und dann ist die Sache entschieden. Interessant sind die anderen. Wie das im Einzelnen aussieht, samt Kreislauf, Pyramide und Anwendungsfällen aus der Praxis, steht auf unserer Seite zu Digital Operational Excellence.

Redaktion Dögel GmbH

Dieser Beitrag fasst zusammen, was auf unserer Seite zu Digital Operational Excellence steht. Er enthält keine Angaben, die dort nicht belegt sind.

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