Direkt zum Inhalt
Dögel GmbH

Robotik

Robot as a Service: Wann Mieten günstiger ist als Kaufen

3 Min LesezeitRedaktion Dögel GmbHReihe: Das ABC der Digitalisierung

Mieten kauft Zeit und Optionen, Kaufen kauft den niedrigeren Stundensatz. Was Robot as a Service bedeutet, steht im Glossar unter Robot as a Service. Hier geht es um die Abwägung, also darum, welches Modell wann trägt und welche Vertragspunkte über den Nutzen entscheiden.

Was Robot as a Service umfasst

Statt eines Kaufpreises zahlen Sie eine laufende Gebühr. Im Bündel stecken üblicherweise Hardware, Wartung, Software und Aktualisierungen, oft auch Inbetriebnahme und Einweisung. Manche Anbieter rechnen zusätzlich nach Nutzung ab, pro Griff, pro Stunde oder pro Rundgang. Der Unterschied zum klassischen Leasing liegt im Leistungsumfang. Beim Leasing finanzieren Sie ein Gerät, bei Robot as a Service beziehen Sie ein funktionierendes Ergebnis samt Betreuung.

Wann Mieten und wann Kaufen die bessere Wahl ist

  • Der Anwendungsfall ist unsicher. Sie wollen wissen, ob die Aufgabe überhaupt trägt. Ein Mietmodell macht aus einer Investitionsentscheidung einen Versuch mit bekanntem Preis.

  • Die Auslastung schwankt. Saisongeschäft, Projektspitzen, wechselnde Standorte. Ein gekauftes Gerät im Stillstand kostet trotzdem.

  • Die Technik entwickelt sich schnell. Bei fallenden Hardwarepreisen und kurzen Modellzyklen trägt der Anbieter das Veralterungsrisiko, nicht Sie.

  • Eigenes Fachpersonal fehlt. Wartung, Aktualisierung und Störungsbehebung sind im Preis enthalten.

Bei hoher, dauerhaft gesicherter Auslastung und langem Zeithorizont gewinnt dagegen der Kauf, weil in jeder Miete die Marge des Anbieters und sein Risikoaufschlag stecken. Der Kipppunkt liegt dort, wo die Summe der Mietzahlungen die Vollkosten des Kaufs überschreitet. Wie diese Vollkosten aussehen, steht im Beitrag Was kostet ein humanoider Roboter?. Wichtig ist, gegen Vollkosten zu rechnen und nicht gegen den Listenpreis, sonst gewinnt der Kauf auf dem Papier zu früh.

Die Vertragspunkte, die den Nutzen entscheiden

Diese Punkte stehen in Angeboten meist klein gedruckt:

  • Mindestlaufzeit und Ausstieg. Ein Mietmodell mit 48 Monaten Bindung ist ein Kauf mit Zusatzkosten und kein Versuch mehr.

  • Verfügbarkeitszusage. Was passiert bei einem Defekt? Ohne Reaktionszeit, Ersatzgerät und Gutschrift bei Ausfall tragen Sie das Risiko trotz Mietvertrag.

  • Anpassungen. Sind Änderungen an Aufgabe oder Programmierung enthalten oder werden sie berechnet? Bei wechselnden Aufgaben ist das der größte versteckte Posten.

  • Daten und Ende der Laufzeit. Wem gehören die im Betrieb entstandenen Daten, und was bleibt Ihnen, wenn der Vertrag endet?

Die bilanzielle und steuerliche Behandlung unterscheidet sich zwischen Kauf, Leasing und Servicebezug. Das gehört vor der Entscheidung in die Hände Ihrer Steuerberatung.

Wo Robot as a Service im DOpE-Modell liegt

Mietmodelle scheitern im Mittelstand selten am Preis. Sie scheitern an derselben Voraussetzung wie der Kauf, denn auch ein gemieteter Roboter braucht eine klar umrissene Aufgabe, ein passendes Umfeld und eine Zuständigkeit im Alltag. Das Mietmodell verschiebt die Investition, nicht die Vorarbeit. Welche Fragen ein Betrieb vorher beantworten sollte, steht im Beitrag Robotik-Readiness.

In der Digitalisierungspyramide der Dögel GmbH gehört Robotik zur Stufe 4, der autonomen Ausführung. Darunter liegen die digitale Grundlage, der vernetzte Betrieb und die datenbasierte Steuerung. Ein Mietmodell senkt die Einstiegshürde, an den Anforderungen der Stufen darunter ändert es nichts. Mehr dazu im Beitrag Was ist Digital Operational Excellence?

Was vor einem Mietvertrag zu prüfen ist

1. Zeithorizont festlegen. Über wie viele Jahre wollen Sie rechnen? Diese Zahl entscheidet die Frage fast allein.

2. Auslastung schätzen. Stunden pro Jahr, ehrlich. Bei schwankender Auslastung gewinnt die Miete fast immer.

3. Ausstieg prüfen. Was kostet es, nach zwölf Monaten aufzuhören? Wenn die Antwort unangenehm ist, ist es kein Versuch.

Das lässt sich ohne externe Hilfe erledigen. Wer es strukturiert will, bekommt es als ROBY READY DOpE-Analyse mit einer Bewertung, welche Prozesse robotikfähig sind, welche Voraussetzungen fehlen und wann eine Skalierung realistisch ist.

Sprechen Sie uns an. Auch das gehört zur Beratung: Wir sagen Ihnen, wenn sich für Ihren Fall weder Kauf noch Miete lohnt.

Redaktion Dögel GmbH

Keine Antwort verpassen

Die Fragen entstehenin unseren Webinaren.

Dort werden sie zuerst gestellt und beantwortet. Was aus Zeitgründen offen bleibt, wird hier zu einem Beitrag.

Zu den Terminen

Newsletter

Muss das noch ein Mensch machen?

Der Newsletter von Mathias Dögel zu KI und humanoider Robotik. Echte Projekte aus dem Mittelstand, echte Zahlen, auch die aus den Fällen, die nicht funktioniert haben.

  • Klartext statt Marketing-NebelEine klare Position zu Robotik und KI, auch wenn sie unbequem ist.
  • Hebel aus über 300 UnternehmenWo in Betrieben tatsächlich Geld liegt, benannt statt angedeutet.
  • Marktentwicklung eingeordnetWas sich bei humanoider Robotik gerade wirklich ändert und was Schlagzeile bleibt.
  • Einladungen zu unseren WebinarenTermine und Themen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung willigen Sie ein, den Newsletter der Dögel GmbH mit Informationen zu Robotik, KI und Digitalisierung per E-Mail zu erhalten. Die Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, etwa über den Abmeldelink in jeder E-Mail. Weitere Informationen in der Datenschutzerklärung.

Cookies und Fremdinhalte

Diese Website setzt keine eigenen Cookies. Videos, Anmeldeformulare und Standortkarte sind bei Vimeo, YouTube, HubSpot und Google Maps eingebettet. Beim Laden erhalten diese Ihre IP-Adresse und können Daten auf Ihrem Gerät speichern.

Der Google Tag Manager verwaltet weitere Dienste, die Cookies setzen und Ihr Verhalten auf der Seite auswerten. Mit Google Analytics werten wir aus, wie die Seite genutzt wird, mit Google Ads messen und steuern wir unsere Anzeigen bei Google und sprechen frühere Besucher erneut an. Mit dem Meta-Pixel und dem LinkedIn Insight Tag messen wir die Wirkung unserer Anzeigen auf Facebook, Instagram und LinkedIn und sprechen auch dort frühere Besucher an. Mit Leadfeeder erkennen wir außerdem anhand Ihrer IP-Adresse, welches Unternehmen unsere Seite besucht hat.

Sie entscheiden einzeln, und Ihre Entscheidung gilt sechs Monate.