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Robotik

Was kostet ein humanoider Roboter? Anschaffung, Betrieb und die Rechnung dahinter

4 Min LesezeitRedaktion Dögel GmbHReihe: Das ABC der Digitalisierung

Der Preis eines humanoiden Roboters sagt wenig über seine Kosten, denn diese hängen vor allem davon ab, wie viele Stunden er tatsächlich arbeitet. Was ein humanoider Roboter ist, steht im Glossar unter Humanoider Roboter. Hier geht es um die Rechnung aus Anschaffung, laufenden Kosten und der Größe, die fast immer fehlt.

Was ein humanoider Roboter in Anschaffung und Betrieb kostet

Die Dögel GmbH setzt für die Anschaffung rund 78.380 Euro an. Das ist der Durchschnitt von sieben derzeit kaufbaren Modellen, netto ab Werk und ohne Fracht, Zoll und Steuern. Damit ist der Gerätepreis noch nicht der Projektpreis. Dazu kommen die Integration in die vorhandene IT, die Sicherheitsbetrachtung für den Einsatzort, die Einweisung der Mitarbeitenden und die Anpassung des Arbeitsplatzes. Wer nur den Listenpreis in die Investitionsrechnung stellt, rechnet zu knapp.

Laufend fallen Energie mit rund 1.500 Euro pro Jahr sowie Aktualisierungen, Software, Reparatur und Wartung an. Der Kostentrend bei der Hardware ist fallend, was für Abwarten sprechen kann und gegen eine Investitionsrechnung, die auf zehn Jahre gerechnet ist.

Stundenkosten von humanoidem Roboter und Mitarbeiter im Vergleich

Humanoider RoboterMitarbeiter
Stundenkostenca. 2,45 €ca. 25,60 €
Verfügbarkeit365 Tage, 24 Stundenca. 210 Tage, begrenzte Schichten
Jährliche KostenEnergie ca. 1.500 € plus Wartungca. 43.000 € Arbeitgeberkosten
Kostentrendfallendsteigend

Das sind Durchschnittswerte. Für einen konkreten Betrieb muss die Rentabilität individuell gerechnet werden, die Zahlen taugen zur Einordnung und nicht als Zusage.

In Angeboten steht selten, worauf der Stundensatz von 2,45 Euro beruht. Er gilt bei durchgehendem Betrieb und ergibt sich aus einer Annahme über die Auslastung, er ist keine feste Eigenschaft des Geräts.

Stundenkosten = (Anschaffung ÷ Nutzungsdauer + Betriebskosten je Jahr) ÷ genutzte Stunden je Jahr

Ein Roboter, der nur eine Schicht läuft, verteilt dieselbe Investition auf einen Bruchteil der Stunden, und der Stundensatz vervielfacht sich entsprechend. Ein Gerät für 78.000 Euro, das täglich zwei Stunden arbeitet, ist teurer als die Arbeitskraft, die es ersetzen sollte. Die erste Frage lautet deshalb besser „Wie viele Stunden im Jahr hat er tatsächlich zu tun?“ und erst danach „Was kostet der Roboter?“.

Warum Robotik-Investitionen im Mittelstand am Auslastungsprofil scheitern

Der typische Fehler besteht darin, eine Aufgabe zu finden, die ein Roboter übernehmen könnte, aber keine, die ihn füllt. Übrig bleibt ein teures Gerät im Stillstand. Der Ausweg ist selten ein zweiter Roboter, häufiger ein Aufgabenbündel aus mehreren kleinen Tätigkeiten an einem Ort oder ein Bedarf, der ohnehin rund um die Uhr besteht. Deshalb liegen die ersten wirtschaftlichen Einsätze in Nachtüberwachung, Empfang und Kontrollgängen. Welche Voraussetzungen der Betrieb dafür mitbringen muss, steht im Beitrag Robotik-Readiness.

Humanoide Robotik auf Stufe 4 des DOpE-Modells

In der Digitalisierungspyramide der Dögel GmbH steht humanoide Robotik auf Stufe 4, der autonomen Ausführung. Darunter liegen die digitale Grundlage, der vernetzte Betrieb und die datenbasierte Steuerung. Für die Kostenfrage bedeutet das, dass die Wirtschaftlichkeitsrechnung vor der Hardware-Bestellung steht. Wer auf Stufe 2 investiert, statt auf Stufe 4 zu kaufen, bekommt für dasselbe Geld meist mehr Wirkung. Mehr dazu im Beitrag Was ist Digital Operational Excellence?

So rechnen Sie die Kosten für Ihren Fall nach

1. Stunden zählen. Wie viele Stunden im Jahr fällt die Aufgabe tatsächlich an? Diese Zahl entscheidet über alles Weitere.

2. Vollkosten ansetzen. Gerätepreis plus Fracht, Zoll, Steuern, Integration, Sicherheit und Einweisung.

3. Gegenrechnen. Gerechnet wird gegen die Arbeitgeberkosten der Stunden, die tatsächlich entfallen, und nicht gegen ein Gehalt.

Diese Rechnung lässt sich selbst aufstellen. Wer sie belastbar will, bekommt sie als ROBY READY DOpE-Analyse mit einer Bewertung, welche Prozesse robotikfähig sind, welche Voraussetzungen fehlen und wann eine Skalierung realistisch ist.

Fragen Sie uns. Und wenn die Auslastung für einen eigenen Roboter nicht reicht, sagen wir Ihnen das ebenso.

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